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13 April 2011

jogging

Nachdem ich hier leider, leider nicht radfahre (Aber bald! Ich verspreche!), keine Stiegen benutze (Wohne im Dachgeschoss. Gnade!) und mich sonst auch nicht wirklich viel vom Fleck rühre, ausser vielleicht hin und wieder bissl längere Strecken zu gehen, halte ich es nicht mehr aus ohne Bewegung! Nicht einmal Yoga kam heuer in Frage. Und Tanzen: Tanzen will ich nicht als Sport ausüben.

Vorhin zog ich dann endlich meine besten Schuhe an, und nichts konnte mich zurückhalten vom Laufen - nicht die Kälte, die wieder eingebrochen ist nach dem sommerlichen Wochenende, und auch nicht der Regen.

Die einzige Entschuldigung, die ich hier so lange hatte, waren die längeren Arbeitstage und das danach schon eingebrochene Dunkel. Das ist jetzt nicht mehr der Fall.

Ich habe keinen Donaukanal in der Nähe, und auch keinen Prater - und meine Prinzeninsel, die ich so gern und motiviert im Laufschritt umrunde, ist auch weit weit weg, also begab ich mich in meine nächste Gegend. Die Hinterstrassen von Midi bis zum Bahnhof und zurück (25 Min) waren gerade noch genügend - das nächste Mal muss ich mir allerdings die Zeit nehmen, um diese einfachen Adressen zu studieren um ein paar Parks zu entdecken. So geht's nicht weiter...

14 March 2011

"Who the fuck is Ismael Ivo?"

Das war sicherlich nicht die Antwort, die ich von meinem Tanzlehrer heute Abend hörte, wie ich den Namen des großen Meisters erwähnte. Sondern dass er sein Assistent gewesen ist mal in den 90er Jahren in Wien... Klein ist die Welt, und auch klein die Stadt. Heute Abend in dem Kurs begleitete uns der selbe Musiker, der vorgestern in P.A.R.T.S. die contemporary class begleitete... Echt klein.

Heute habe ich meine allererste Stunde absolviert, in der Tanzschule, die ich mir aus einer mittleren Auswahl mal ausgesucht habe. Damals vor zwei Sommern, bei meiner allerersten Begegnung mit contemporary, noch ganz grün hinter den Ohren, kamen mir die Bewegungen diesmal gar nicht so fremd vor.

Es ist nicht so riesig unser Übungsraum wie im Arsenal, aber doch sehr groß. Tanzen lernen habe ich auch ein bisschen wegen diesen Räumlichkeiten gern. Dann sind es die wunderbaren Körper der Lehrer, die einfach unglaublich schön zum Anschauen sind - eine Augenweide zudem, wie sie sich bewegen. Und ihre Instruktionen - Französisch scheint hier sich nicht ganz durchgesetzt zu haben, es wird auf Englisch befohlen: Step! Step! Fall!

12 March 2011

ports ouverts

Rosas tanzt Rosas, hatte ich mir vorletzten Sommer schon in Wien gegeben gehabt, und heute war es soweit, dass ich die Tanzstätte in Brüssel selber besuchen konnte, und nicht nur das. P.A.R.T.S. - die Schule von der Kompanie Rosas - hatte heute Tag der offenen Tür und ich habe mir diese Führung nicht entgehen lassen.

Mir ist das in Wien irgendwie schon aufgefallen, die belgische Omnipräsenz in den Tanzwochen, und wie ich dann bei einer beruflichen Aufenthalt hier vorigen Winter einfach so den Direktor von den besagten Wochen in meinem Hotel traf, wurde mir noch klarer: da läuft das Geschäft!

Anne Teresa de Keersmaeker war in der Schule heute zwar nicht persönlich anwesend, dafür konnte man allerdings mit Lehrern in Berührung kommen, die mit ihr, und aber auch mit Pina Bausch höchstpersönlich gearbeitet haben - u.a. bei Kontakthof, über deren Reproduktion mit Jugendlichen es eine herrliche Doku gibt, die ich mit Suna im tiefsten Winter in flagey gesehen und bewundert hatte.

Ich glaube, heuer werde ich nicht bis zum Sommer warten, und mich schon zu meinem baldigen Geburtstag mit einem Tanzkurs beschenken. Bleiben Sie dran!



03 March 2011

freizeitstress

Der Falter-Jury hätte in Brüssel wahrscheinlich so seine Schwierigkeiten beim Aussuchen von "Flyer der Woche". Ich, meinerseits, habe die Schwierigkeiten beim Aussuchen von den zu besuchenden events und spectacles jäglicher Sorte: Stadtführung in 18 Sprachen durch die Tanzszene, eine Vernissage im marokkanischen Kulturzentrum, die 30. Ausgabe des Zeichentrick-Film-Festivals und und und...

Wahrscheinlich nicht viel mehr als in anderen Hauptstädten, aber in Brüssel ist für ihre Verhältnisse relativ viel los. Überhaupt sind sie Liebhaber der kleineren und grösseren Festivals jeglicher Sorte.  Und nebenher ist die begleitende Flyer-Szene. Fantastisch, allein die graphische Vielfalt, die die Augen erfreut, jedes Mal, wenn man ein Lokal betritt. Im Eingangsbereich von fast jedem Café kann man sich eine kleine Kollektion zusammenstellen.

Ich lass mich nicht grenzenlos mitreissen aber heute freue ich mich auf ein Wochenende bien rempli.