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13 March 2011

the lonesome cowboy

Kennt ihr die Schlümpfe? Und den Lucky Luke? Tintin? Sicherlich. Ich auch. Zwar unter anderen Namen, wie Şirinler oder Red Kit, aber ich habe ihren Abenteuern als Kind und auch in späteren Jahren sehr genau gefolgt. Die ersten im Fernsehen, Red Kit und Tintin gedruckt, in Faszikeln, die mein Vater wöchentlich nach Hause zu tragen pflegte - und das nicht nur für uns.

Gut, wir kennen sie alle also, und ja, der Punkt ist, sie sind alle belgische Erfindungen. Tintin, schön und gut, aber zu erfahren, dass Lucky Luke nicht von einem Amerikaner stammt... Morris klingt ja nicht gerade belgisch! Das alles und viel mehr lernte ich heute beim lange vorgenommenen und endlich vollbrachten Durchgang durch Centre Belge de la Bande Dessinée.

Ganz nebenbei ist dieses Zentrum in einem weiteren "Horta-Haus" untergebracht, wo ursprünglich Textilgroßhandel stattgefunden haben soll - wie immer ein wunderbares Jugendstilexemplar. In der dazugehörigen Brasserie habe ich mir dann ein De Koninck genehmigt, leicht aber nicht blonde sondern ambrée - sehr sehr angenehm im Abgang.

10 March 2011

anima 2011


Es ist vielleicht ganz zufällig, aber in diesen Tagen, wo gerade in Wien Tricky Women läuft, nimmt hier in der quasi Hauptstadt der Animation das ZeichentrickFilmFestival anima seinen 30. Anlauf. Ich vermisse natürlich den Frauenschwerpunkt (vielleicht müsste ich hier die Karte besser studieren), und vor allem den Teat Beat, allerdings schaute ich mir hier doch eine gar nicht so schlechte belgische compilation in flagey an.

Und auch hier heißt belgisch, dass in dieser mélange KünstlerInnen mit diversesten Hintergründen vertreten sind - angefangen von der Türkei bis Kinshasa. C'est vraiment du belge!

03 March 2011

freizeitstress

Der Falter-Jury hätte in Brüssel wahrscheinlich so seine Schwierigkeiten beim Aussuchen von "Flyer der Woche". Ich, meinerseits, habe die Schwierigkeiten beim Aussuchen von den zu besuchenden events und spectacles jäglicher Sorte: Stadtführung in 18 Sprachen durch die Tanzszene, eine Vernissage im marokkanischen Kulturzentrum, die 30. Ausgabe des Zeichentrick-Film-Festivals und und und...

Wahrscheinlich nicht viel mehr als in anderen Hauptstädten, aber in Brüssel ist für ihre Verhältnisse relativ viel los. Überhaupt sind sie Liebhaber der kleineren und grösseren Festivals jeglicher Sorte.  Und nebenher ist die begleitende Flyer-Szene. Fantastisch, allein die graphische Vielfalt, die die Augen erfreut, jedes Mal, wenn man ein Lokal betritt. Im Eingangsbereich von fast jedem Café kann man sich eine kleine Kollektion zusammenstellen.

Ich lass mich nicht grenzenlos mitreissen aber heute freue ich mich auf ein Wochenende bien rempli.

01 March 2011

bildungslücke

Also, es ist wirklich nicht das, was ich mir von dem vergangenen Abend mit nach Hause nehmen sollte, aber es ist wie es ist. Kaum kommt eine Gruppe von Menschen zusammen, die englisch nicht als ihre Muttersprache sondern als die einzige Gemeinsame teilen - das kann sein in einer mehr oder weniger politisch engagiertem Kreis, und die Stunde ist spät und die Gläser weisen immer mehr Finger- und Lippenspuren auf, als sie Wein beinhalten, höre ich unbedingt irgendwann das Stichwort Life of Brian. Ja, richtig erraten: von Monty Python.

Ich, meinerseits, habe mir in meinen englischen Jahren an Fernsehabenden eher Men Behaving Badly angeschaut - das kennen aber nur Engländer, und Yes, Minister! - davon will man in parlamentarisch politischen Kreisen eher Abstand halten.

Gut, ich gestehe, es muss sich hier um eine Bildungslücke meinerseits handeln, wenn sogar South Park denen eine Folge widmet - die zu schliessen ich spätestens hier in Brüssel gezwungen sein werde (nach dem Kalkül: je mehr ähnliche Zusammenkünfte, desto öfter Monty Python-Gerede) aber diesen Monopol-Platz, den sie in smalltalks belegen, geht mir schon ziemlich auf die Nerven. The Onion hat total Recht!