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06 July 2011

haus niederösterreich

Heute war ein Empfang im Hause Niederösterreich (übrigens im selben Gebäude wie mein Arbeitsplatz, also hatte ich es nicht weit), und ein anderes Mal im Haus Wien. Immer mit einem Thema kombiniert (einmal eine Vernissage einer ehemaligen Mitarbeiterin, einmal einfach der jährliche HeurigenEmpfang), sind diese Einladungen dazu da, das Stück Land in Brüssel - will heissen in Europa - besser bekannt zu machen. Dass zu diesen Empfängen eher die Lokalbevölkerung (also eher ÖsterreicherInnen) kommen, um ihr Heimweh ein Stück zu lindern, soll mal beiseite gelassen werden.

Ich habe gehört, Österreich soll mit jedem einzigen Bundesland, somit am besten, vertreten sein - sogar besser wie Deutschland (bis jetzt war ich nur  im Haus Rheinland-Pfalz). Dabei fragen sich meine deutschen Kollegen und Bekannten, woher diese Eifer kommt und dass wir ja gar kein föderalistisches Land wären wie sie, wieso diese Zersplittertheit... Ich habe keine klaren Antworten, und das Ganze ist ja sowieso ein smalltalk und darf gar nicht in den tiefgründigsten Analysen ausarten. :)

01 March 2011

bildungslücke

Also, es ist wirklich nicht das, was ich mir von dem vergangenen Abend mit nach Hause nehmen sollte, aber es ist wie es ist. Kaum kommt eine Gruppe von Menschen zusammen, die englisch nicht als ihre Muttersprache sondern als die einzige Gemeinsame teilen - das kann sein in einer mehr oder weniger politisch engagiertem Kreis, und die Stunde ist spät und die Gläser weisen immer mehr Finger- und Lippenspuren auf, als sie Wein beinhalten, höre ich unbedingt irgendwann das Stichwort Life of Brian. Ja, richtig erraten: von Monty Python.

Ich, meinerseits, habe mir in meinen englischen Jahren an Fernsehabenden eher Men Behaving Badly angeschaut - das kennen aber nur Engländer, und Yes, Minister! - davon will man in parlamentarisch politischen Kreisen eher Abstand halten.

Gut, ich gestehe, es muss sich hier um eine Bildungslücke meinerseits handeln, wenn sogar South Park denen eine Folge widmet - die zu schliessen ich spätestens hier in Brüssel gezwungen sein werde (nach dem Kalkül: je mehr ähnliche Zusammenkünfte, desto öfter Monty Python-Gerede) aber diesen Monopol-Platz, den sie in smalltalks belegen, geht mir schon ziemlich auf die Nerven. The Onion hat total Recht!

10 February 2011

cartes de visite

Gestern habe ich wieder meine Kollektion erweitert - um zwei Visitenkarten.

Das gehört zum Arbeitsleben dazu, und zu Brüssel sowieso. Wenn ich nur noch das Geschick beherrschen könnte, eine Visitenkarte so elegant wie möglich aus den Tiefen meiner Tasche zu meinen Fingerspitzen und meinem Gesprächspartner unter die Nase zu zaubern...

Bevor ich sogar einen Abstellplatz für mein Weinglas gefunden habe, habe ich die Karte meines Gegenübers schon in der Hand. Haben sie das die ganze Zeit in der Hosentasche gehabt, oder schütteln sie sie aus ihren Ärmeln immer aus? Keine Ahnung! Es geht bei den anderen immer ungemerkt und schnell.

Zum Glück habe ich so eine beeindruckende Signatur, und kann mich dann durch eine eMail reüssieren. Ist heutzutage auch viel nachhaltiger als ein gedrucktes Papier.